Home » Aktuelles » Trotz Verlust von 1 Millarde Euro – Rocket voller Tatendrang

Trotz Verlust von 1 Millarde Euro – Rocket voller Tatendrang

Obgleich die Verluste der wichtigsten Rocket-Beteiligungen im vergangenen Jahr 2015 weiter anstiegen, so blick der CEO Samwer optimistisch in die Zukunft. Der Höhepunkt der Verluste sei laut Aussage von Oliver Samwer erreicht.

Der Grundstein ist gelegt

Rocket Internet hat im Jahr 2015 sein erstes volles Geschäftsjahr absolviert, in dem das Unternehmen börsennotiert war. Der Umsatz der Berliner Firmenfabrik konnte um über zwei Drittel gesteigert werden. Zu den Hauptumsatzträgern waren mit HelloFresh, Foodpanda, Delivery Hero sowie die Global Fashion Group und Ladada nebst Linio und Jumia sowie Home24 und Westwing die neun bedeutendsten Ventures, die 69 Prozent Umsatzsteigerung erzielen konnten.

Aus der Reihe der Umsatzträger stechen Foodpanda mit insgesamt 373 Prozent sowie HelloFresh mit insgesamt 338 Prozent deutlich heraus. Als Gesamtumsatz verbuchten die Beteiligungen im Geschäftsjahr 2,4 Milliarden Euro, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Jahr 2014 mit 1,4 Milliarden Euro darstellt.

Verlust von mehr als 1 Millarde Euro

Zeitgleich zu den Umsätzen stiegen jedoch auch die Verluste als angepasstes Ebitda, die mit einer Milliarde Euro zubuche stehen. Bei diesem Wert berücksichtigt Rocket noch nicht einmal die Verluste des Ventures DeliverHero. Im Jahr 2014 betrug der Verlust der acht Unternehmen „lediglich“ 600 Millionen Euro. Die Entwicklung ist für Oliver Samwer jedoch keine Überraschung, wurde sie doch schon im September des Jahres 2015 angekündigt.

Für den CEO zählen vielmehr die guten Fortschritte, die sich unzweifelhaft im Umsatz wiederspiegeln. Gegenüber Pressevertretern unterstrich Oliver Samwer zudem seine Äußerung, dass im folgenden Jahr Gewinne zubuche stehen könnten. Drei Unternehmen, so Samwer, könnten bis zum Ende 2017 den Break-Even-Point erreichen. Als Favorit auf dieses Ziel gelten DeliveryHero sowie Foodpanda und die Global Fashion Group. Für Westwing und Jumia stehen die Chancen ebenfalls nicht schlecht.

Auf die Frage, ob Rocket weitere Börsengänge zeitnah umsetzen wolle, schwieg Oliver Samwer. Sein CFO Kimpel sprach jedoch davon, dass im jahr 2016 noch acht bis maximal zehn neue Unternehmen geplant seien. Mit dem Campingplatz-Portal Campday und Bandist, einem Musikinstrumenten-Marktplatz, wurden zwei Gründungen bereits bekannt. Auch bei den Investitionen möchte Rocket noch weiter aktiv werden. Laut Samwer liegt das Augenmerk dabei auf Technologie, denn trotz des zweifelsohne vorhandenen Profitabilitätsdrucks sind die entsprechenden Mittel mit einer geschätzten Cash-Position von 1,8 Milliarden Euro durchaus vorhanden.

 

Quelle: www.gruenderszene.de